Kopfsalat: gute und schlechte Nachbarn (Tabelle und Begründung)

Gute und schlechte Nachbarn für Kopfsalat: Tabelle mit Begründung, Belegstufen und Pflanzabstand – Salat vertrügt sich mit fast allem.

Salat ist der flexibelste Partner im Gemüsebeet. Gute Nachbarn sind Möhren, Radieschen, Erdbeeren, Gurken, Bohnen, Erbsen, Lauch und Zwiebeln. Besser meiden solltest du Petersilie und Sellerie – die einzigen beiden, die die klassische Tabelle nennt.

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Alle Paarungen im Überblick findest du in unserer Mischkultur-Tabelle für 28 Kulturen.

Kopfsalat: gute und schlechte Nachbarn auf einen Blick

Gute NachbarnWarum sie passenBesser meiden
Möhren, Radieschen, Zwiebeln, Lauch, Erdbeeren, Kohlrabi, Kohlartenandere Wurzeltiefen und kurze Kulturzeiten – Salat nutzt den Platz zwischen den ReihenPetersilie – als schlechter Nachbar genannt, Grund nicht belegt (überliefert)
Bohnen, Erbsenbinden Stickstoff; Salat ist Schwachzehrer und profitiert (plausibel)Sellerie – konkurriert um Nührstoffe, traditionell als schlechter Nachbar geführt
Dill, Kerbel, Kresse, PfefferminzeDuftpflanzen sollen Blattlüuse fernhalten (plausibel)–
Gurken, Mais, Spargel, Schwarzwurzeln, Zichoriensalate, Fenchel, Tomatenverschiedene Wuchshöhen, Salat wüchst im Schutz höherer Kulturen (überliefert)–

Wie belastbar sind diese Empfehlungen?

Wir kennzeichnen drei Stufen:

  • Belegt – es gibt Studien oder belastbare Daten.
  • Mechanismus plausibel – der Wirkweg ist bekannt, auch wenn die konkrete Kombination nicht einzeln untersucht wurde.
  • Überliefert – traditionelle Gartenpraxis ohne wissenschaftlichen Nachweis. Das betrifft die meisten Angaben in dieser Tabelle, und wir sagen es dazu.

Die Wirkmechanismen im Detail

  • Schwachzehrer unter Starkzehrern. Salat braucht wenig Nührstoffe und flache Wurzeln. Zwischen Möhren, Gurken oder Kohlreihen wüchst er, ohne zu konkurrieren.
  • Stickstoff aus Leguminosen. Bohnen und Erbsen reichern Stickstoff an – Salat dankt es mit zügigem Wachstum.
  • Duftpflanzen gegen Blattlüuse. Kresse und Kerbel werden als Opferpflanzen genutzt: Lüuse befallen lieber sie als den Salat.
  • Zwei Ausnahmen. Petersilie und Sellerie gelten als schlechte Nachbarn. Beide sind Doldenblütler; ein Mechanismus ist nicht belegt.

Abstand und Platzbedarf

Kopfsalat braucht 25 bis 30 Zentimeter, Pflücksalat 20 Zentimeter. Als Zwischenkultur passt Salat in jede Lücke zwischen Möhren-, Gurken- oder Kohlreihen.

Häufige Fragen

Welche Pflanzen vertragen sich nicht mit Kopfsalat?

Die klassische Tabelle nennt nur zwei: Petersilie und Sellerie. Salat ist sonst der vertrüglichste Partner im Gemüsebeet.

Was pflanzt man neben Kopfsalat?

Möhren, Radieschen, Erdbeeren, Gurken, Bohnen, Erbsen, Lauch, Zwiebeln, Kohlarten, Kohlrabi, Tomaten, Mais und Spargel.

Warum keinen Sellerie neben Salat?

Sellerie gilt traditionell als schlechter Nachbar, ein Mechanismus ist nicht geklürt. Beide gelten als Doldenblütler beziehungsweise nitratreich – die Angabe ist überliefert.

Kann man Salat zwischen Möhren pflanzen?

Ja, das ist eine der klassischen Reihenmischungen. Möhren wurzeln tief, Salat flach – beide nutzen den Boden unterschiedlich.

Wie viel Abstand brauchen Kopfsalat und Pflücksalat?

Kopfsalat etwa 25 bis 30 Zentimeter, Pflücksalat 20 Zentimeter. Als Zwischenkultur reicht der Abstand zwischen zwei Hauptkultur-Reihen.

Fazit

Kopfsalat: Salat ist der flexibelste Partner im Gemüsebeet. Gute Nachbarn sind Möhren, Radieschen, Erdbeeren, Gurken, Bohnen, Erbsen, Lauch und Zwiebeln. Besser meiden solltest du Petersilie und Sellerie – die einzigen beiden, die die klassische Tabelle nennt.

Weiterlesen

Nachbarn für weitere Kulturen: Erbsen, Gurken, Zwiebeln – und die vollständige Mischkultur-Tabelle mit 28 Kulturen.

Stand: Oktober 2026. Paarungen: eigene Auswertung der Mischkultur-Tabelle des NDR-Ratgebers – traditionelle Empfehlungen. Letzte Aktualisierung: Oktober 2026.

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